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Oswald Gutsmann: Windische Sprachlehre II.7

Siebentes Kapitel.

Von den Zwichenwörter.

Diee ind meitens kurze Wörter; bisweilen auch nur ein bloer Laut oder Schall, womit eine beondere Bewegung des Gemüthes angedeutet wird. Sie werden hin und her, wie es die Gemüthsregung des Redenden erfodert, den Theilen der Rede eingemicht. An ich ind ie unabänderlich. Bisweilen muß doch wegen dem Zwichenworte ein anders, o daneben teht, abgeändert werden. Z. B. Joh tebi, wehe dir! o he vas, o daß euch! ai he mojo glavo, ey mein Kopf! Blagur vam, wohl euch!

Zum öftern Gebrauche ind noch folgende:

A! ai! jei! hoi hoi! kai he! lei! leite! oja! pezh zhudu! Ey ey! was noch! ieh Wunder! wohl Wunder ¤.

Ai date! ei hudir! date herdei! herdei kete! herdei! ventei! date ventei! herdana kosa! Ey doch! daß dich der Henker! potz plunder! ¤.

Ja, pezh, ja ja, oja, kai pak, kaku pak, kai tai, kaku tai, mari drugazhi, mari kar; Ja, wohl, wie dann ¤.

Ah! o! oi oi! oube! jomene! prejomene! jemene! joh! ve! gorje, oh jei! Ach! wehe! mich elenden! ¤.

Haida, haida prezh, fort. Hoiha! aufgechaut.

Hoiaa! hopaa! juju! wohlauf! lutig. Fui te bodi, pfui der Schand.

Kaile koli, kila kala, kvantanje; was nur noch? leere Poen.

Ai norze! slodei norze! slomik norze! norzhovje! Narrenpoen!

Folgende mögen owohl zur Verhöhnung, als zur Bekräftigung dienen.

Ja ja, no no, ti pezh ti, ja li; jut, du wohl du, freylich.

Einige ind den deutchen gleich; wie ha, he, hei, t, pt, ht, &c.

Es giebt noch mancherley Zwichenwörter, beonders olche, die eine Weie zu chelten und zu verwünchen enthalten. Dergleichen aber werden durch den üblen Gebrauch nur gar zu bald erlernet.


Created 25 May 2002 by DFStermole
Last Modified 14 July 2002