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ondere Anmerkungen von der Recht
chreibung.Ob
chon die Schreibart bey den Windi
chen viel leichter i
t, als bey andern
lavi
chen Völkern,
o
ind doch die mei
ten ausgegebenen Schriften voll mit Schreibfehlern, weil man hierinnen keine Regel hatte. Einige wollen behaupten, man müße im Windi
chen anders
chreiben, anders aber aus
prechen. Die
er Satz i
t insgemein fal
ch und verderblich, weil er nur dahin verleitet, daß man zwar regelmäßig
chreiben, im Aus
prechen aber
ich nach der verderbten Gewohnheit des Pöbels richten
oll. Auch bey den Deut
chen werden
ehr viele Wörter in gemeiner Rede anders ausge
prochen, als
ie ge
chrieben werden; dennoch darf die
es niemand für eine Regel aufwerfen. Wer al
o nett windi
ch
prechen will, kann
eine Aus
prache
icher nach der Recht
chreibung richten, wenn er nur den ächten Gebrauch und Laut der Buch
taben beobachtet. Weil man aber in der windi
chen Sprache, wie in andern, bey gemeiner Rede von der Recht
chreibung oft abweicht, oder
elbe nicht recht ausdrückt,
o i
t es klar, daß man
ich im Schreiben nicht nach der gemeinen Aus
prache,
ondern nach den Gründen der Sprachlehre zu richten habe. Neb
t
olchen Gründen, als welche gleich im Anfange und auch in der For
etzung die
er Sprachlehre
ind angezeigt worden, können noch folgende Anmerkungen zur Recht
chreibung dienen.
Man
oll
ich durch die deut
che Schreibart nicht verleiten la
en das c bey einem windi
chen Worte zu brauchen, obwohlen es einen rauchen oder zi
chenden Klang erfodert. Al
o was man im Deut
chen
chreiben muß mit ch, ck,
ch, t
ch, das
chreibt man windi
ch nur mit h, k,
h, zh, z. B. Mihel, Michael; shakel, Sack;
hala, Scherz; Tuzhanzhe, Tult
chnick.
Das v muß mit dem u nicht vermi
chet werden. Al
o
oll man nicht
chreiben: je umeru,
ondern je vmerv, er i
t ge
torben, weil die
es Wort nur eine Sylbe machen muß, zu welcher nur das e als ein Selb
tlauter dient. Eben darum
chreibt man verv, Seil; zherv, Wurm; potok je
kusvderv, der Fluß hat durchgeri
en. Daß u wird ge
etzt, wenn es als ein Selb
tlauter zu
tehn kömmt, oder mit einem andern Selb
tlauter einen Doppellauter zu machen hat. Z. B. Teh udou, der Witwen. Je vliekeu, er hat gezogen.
Auf gleiche Wei
e muß das j von dem i genau unterschieden werden. Es wäre al
o gefehlt, wenn man
chriebe: dianie, das Thun, an
tatt djanje. Das j kann auch am Ende eines Wortes
tehn: es macht aber für
ich keine eigene Sylbe,
ondern behält die Eigen
chaft eines Mitlauters mit
einem gehörigen Laute. Z. B. Konj, ein Pferd, lautet viel anders, als wenn ich
chriebe koni oder koin. Es lautet nämlich die Sylbe Konj eben al
o, wie in der Abänderung konja. Al
o
chreibet man auch oginj, Feuer; marinj, Rede; u. a. m.
Hüte man
ich aber förderi
t ein j an
tatt i zu
etzten, wenn die
es letztere mit einem andern Selb
tlauter
oll einen Doppellauter machen. Al
o wird es ganz irrig ge
chrieben: daj, gieb. Pojdem, ich werde gehn. Vej, wi
e du. Man muß
chreiben: dai, poidem, vei. Die
er gezwungenen Schreibart mögen
ich jene aus un
ern Sprachgeno
en gebrauchen, die in ihrer ganzen Sprache gar keinen Doppellauter gedulden wollen.
Es muß aber nicht für irrig oder verderbt ange
ehen werden, da die Windi
chen bey manchen Wörtern ein i vor dem e
etzen. Z. B. Be
ieda, Wort;
mieh, Gelächter; svie
t, treu; grieh, Sünde; u. m. a. Denn eben
olche Wörter werden von den Illyriern, die keinen richtigen Doppellauter zula
en wollen, al
o ge
chrieben: be
jeda,
mjeh, svje
t, grjeh &c.
Hier zuletzt habe ich noch füglich zu
eyn erachtet, die Benennung der gewöhnlichen Monate anzuzeigen. Die bey dem gemeinen Volke üblichen windi
chen Namen der Monate bedeuten nur die Monate nach dem Scheine des Mondes. Die gewöhnlichen Monate hat man
eit einiger Zeit, wie es manche andere Völker thun, auch im Windi
chen nach der Zahlordnung zu nennen angefangen. Es heißt al
o der Jänner, Pervnik oder Novoletnik. Hornung, Drugnik oder Druinik. Märzen, Tretnik. April, ,Shtertnik. May, Petnik. Brachmonat, ,She
tnik. Heumonat, ,Sedemnik. Augu
tmonat, O
emnik. Herb
tmonat, Devetnik. Weinmonat, De
etnik. Wintermonat, Ednai
tnik. Chri
tmonat, Dvanai
tnik.
Man
etzt demnach die Zeit al
o an: Lete bukve
o bile dokonzhane v' leti 1777. na 3. den mie
enza ,Shtertnika.